Geomantie und Wissenschaft
Als wesentlich für eine nachvollziehbare Vermittlung von Geomantie wurde die Frage nach der Wissenschaftlichkeit von Geomantie diskutiert. Vor allem die Radiästhesie behauptet oft, ihre Mutungen ließen sich mit wissenschaftlichen Messungen gleichsetzen, und so entsteht rund um die Frage nach der Wissenschaftlichkeit viel Verwirrung. Da geomantische Arbeit immer Wahrnehmung bedeutet, und Wahrnehmung etwas Subjektives ist – selbst wenn die Wahrnehmungsergebnisse mit einer standardisierten Methodik gewonnen werden wie in der Radiästhesie – kann man Geomantie nicht als objektive Wissenschaft bezeichnen. Die Art und Weise, in der Menschen geomantisch arbeiten und ebenso die Auswirkungen ihrer Arbeit kann jedoch auf verschiedene Weise wissenschaftlich untersucht werden – Geomantie kann also Gegenstand der Wissenschaft sein. Auf der physikalischen Ebene lassen sich freilich auch einige Teilaspekte geomantischer Phänomene wissenschaftlich untersuchen, aber Geomantie als holistische Herangehensweise ist umfassender als die reduktionistische Naturwissenschaft.
Als eine Disziplin, die sich mit der Beziehung von Raum und Mensch bzw. Natur und Mensch beschäftigt, hat Geomantie Schnittstellen zu diversen wissenschaftlichen Fachgebieten. Es wäre eine lohnenswerte Aufgabe, all diese Schnittstellen zu verwandten Wissenschaften herauszuarbeiten und ausführlich zu beschreiben.